Kapitel 7: I've got lost in the fire...

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Kapitel 7: I've got lost in the fire...

Beitrag  Eternety am Sa Jun 20, 2009 2:27 am

Kapitel 7: I got lost in the fire...

I got lost in the fire
I tried to get away
But the flames grew higher
Too high for me


Langsam öffne ich die Augen.
Ich habe geschlafen und spüre immer noch seine warmen Arme, die mich umschlingen.
Es tut so gut, ihm nahe zu sein und doch weiß ich, dass das nicht sein darf.
Wir dürfen uns nicht nah sein, denn wir gehören verschiedenen Seiten an.
Ich sehe ihn an.
Seine Lider sind geschlossen und verdecken das faszinierende Grün seiner Augen.
Ich kuschel mich wieder in seine Arme und spüre, wie er sich noch fester um mich legt.
Ja, wir wissen es beide.
Wir wissen beide, dass einer von uns Beiden nicht überlebt.
Es geht einfach nicht anders, denn so, wie es im Moment ist, kann es nicht weiter gehen.
So sind wir beide dem Tod geweiht.
Wir können zusammen weglaufen oder wir können es jetzt und hier beenden.
Uns ist beiden bewusst, dass wir zusammen nicht weit kommen werden.
Wir würden zu sehr auffallen und wir wissen auch, dass man mehr als einen auf uns ansetzten wird.
Zusammen sind wir eine noch größere Gefahr als ich es alleine bin, denn ich werde ihm sagen, was ich weiß.
Egal ob ich lebe oder sterbe, er wird es erfahren, denn das Geheimnis darf mit mir nicht sterben!
Es ist zu wichtig, als das es einfach mit mir vergessen werden dürfte.

Ich spüre, dass er sich leicht neben mir streckt und mir dann einen sanften Kuss auf die Lippen haucht.
Seine Augen sehen mich sanft an und seine Haare fallen ihm wieder wie ein Vorhang über das Gesicht.
Dieses Mal streiche ich ihm die Strähnen aus den Augen und murmel leise: „Guten Morgen.“
Er antwortet nicht, sondern gibt mir einen erneuten Kuss.
Ich verliere mich ganz darin, denn wer weiß, wie viele ich noch von ihm bekommen kann…
Dann löse ich mich von ihm und stehe auf.
Ich verschwinde schnell ins Bad und sehe mich dort im Spiegel an.
Ich sehe eine junge Frau vor mir stehen.
Eine tote, junge Frau…
Tot schon seit vielen Jahren.
Meine Augen sind leer und dunkel umrandet.
Meine Wangen leicht eingefallen.
Irgendwann war ich mal schön…
Doch das sehe ich schon lange in keinem Spiegel mehr…
Eine Träne läuft mir über meine Wange.
Ich weiß, es ist alles zu Ende, wenn ich es endlich beenden kann.
Und ich habe beschlossen, dass ich das tun werde.

Langsam gehe ich zurück zu ihm und lege mich wieder auf das weiche Bett.
Sofort schlingen sich seine Arme um mich und seine Nase drückt sich sacht in meine Haut.
Ich spüre seinen warmen Atem und eine weitere Träne läuft meine Wange hinab.
Ich weiß, dass es Zeit ist.
Zeit ihm alles zu erzählen.
Leise beginne ich zu erzählen, was ich weiß und ich spüre, dass es ihn erschreckt.
Ich ertrage es kaum, dass er nun zur Zielscheibe wird, doch ich weiß auch, dass er der einzige Mensch ist, dem ich es anvertrauen kann.
Der stark genug ist, es zu begreifen und für sich zu behalten.
Als ich mir sicher bin, dass er alles weiß, sehe ich ihn an und sehe, dass er versteht, warum ich es ihm sagen musste.
Wir wissen beide, dass es kein gutes Ende nehmen kann.
Ich greife neben mich und halte sein Messer in der Hand.
Meinen Schatz, den ich so lange gehütet habe.
Ich habe mich entschieden…
Er sitzt neben mir und nimmt mir die scharfe Klinge aus der Hand.
Einen Moment länger, als es eigentlich nötig gewesen wäre, hält er meine Hand und sieht mich an.
Sein Blick ist traurig und fragend, doch wir wissen doch beide, dass es ein Ende haben muss!
Er streicht mir sanft über das Schlüsselbein und die Seite hinab, bevor er die Klinge genau über meinem Herzen platziert.
Ich sehe die Tränen in seinen Augen.
Ich spüre die Tränen in meinen, doch meine Lippen umspielt ein Lächeln.
Er kniet über mir und bewegt sich keinen Zentimeter.
Ich sehe, dass er sich nicht bewegen kann, denn damit wäre es beendet.
Doch ich habe meinen Entschluss gefasst.
Ein letztes Mal schaue ich in seine wundervollen, grünen Augen, bevor ich ihn zu einem letzten Kuss zu mir ziehe.
Ein Kuss, der mein Schicksal besiegelt, denn ich weiß, wo seine Klinge immer noch ist, als sich mein Arm in seinen Nacken legt.
Ich spüre die Spitze auf meiner Brust und mit dieser letzten Bewegung, weiß ich, gibt es kein zurück mehr.
Ich muss nicht mehr rennen, denn mit diesem Kuss ist alles beendet…

Time and time again you fade away
And I wonder how you
Still manage to beat the hell out of me

Time and time again you seem to fail
But it seems that you can
Still manage to crush my self-esteem
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